Espressozubereitung in Perfektion

Espressomaschinen und Espressoautomaten

Erst mit einer Espressomaschine gelangen Sie an den perfekten Espresso-Genuss. Viele Kaffeevollautomaten bieten diese Funktion zwar ebenfalls, doch durch den speziellen technischen Aufbau und das Herstellungsverfahren sind Espressoautomaten vor allem für Feinschmecker die erste Wahl. Wir informieren Sie über die Modelle sowie deren Preise und helfen Ihnen bei der Entscheidung für die passende Espressomaschine.

Wozu eine Espressomaschine?

Eine Tasse Espresso steht für höchsten Genuss. Bei der aus Mailand stammenden Kaffeezubereitungsart wird heißes Wasser mit hohem Druck durch sehr fein gemahlenes Kaffeemehl aus dunkel gerösteten Kaffeebohnen gepresst. Espresso kann heute von verschiedensten Kaffeemaschinen gebrüht werden. Für Liebhaber, die das feine Aroma und die leichte, haselnussbraune Schaumschicht – „die Crema“ – des Espressos besonders schätzen, reicht eine normale Kaffeemaschine aber oft nicht aus. Hierzu bedarf es spezieller Espressomaschinen. Dank ihrer Technik wurde die Zubereitung des Espressos über viele Jahrzehnte hinweg perfektioniert. In Restaurants, Cafés aber auch für den Heimgebrauch kann so besonders feiner Espresso gebrüht werden.

Wann ist ein Espresso ein guter Espresso?

Für einen perfekten Espresso müssen …

  • circa 20 Milliliter Wasser
  • mit 8–10 bar Überdruck
  • und bei einer Temperatur von 88–92° C
  • in nur 25 Sekunden
  • durch 7 Gramm Espressomehl gepresst werden.

Nur Espressoautomaten können unter diesen Voraussetzungen einen Espresso brühen!

Bauweisen von Espressomaschinen

In der Regel unterscheidet man bei Espressoautomaten zwischen zwei Bauweisen: den Siebträgermaschinen und den Vollautomaten. Welche Bauweise die richtige für die eigenen Anforderungen ist, hängt in erster Linie davon ab, welche Espresso-Qualität erzeugt werden soll.

Siebträgermaschinen

Siebträgermaschinen sind die Klassiker unter den Espressoautomaten. Sie brühen hochqualitativen Espresso und werden daher oft in der Gastronomie eingesetzt. Ihr Name rührt von ihrem abnehmbaren Siebträger her, der mit Espressomehl gefüllt und fest im Gerät fixiert wird.

  Das Prinzip: Wasser wird auf etwa 90° C erhitzt und unter hohem Druck von etwa 9 bar durch das fein gemahlene Espressomehl geleitet.

Der Druck kann dabei auf unterschiedliche Art und Weise erzeugt werden. Bei älteren Modellen, sogenannten Handhebelmaschinen, wird der Druck über einen manuell bedienbaren Hebel erzeugt. Die historischen Modelle erfreuen sich auch heute noch großer Beliebtheit, werden allerdings nur noch in geringer Stückzahl produziert. Moderne Geräte, sogenannte Halbautomaten, arbeiten mit einer elektrischen Pumpe zur Druckerzeugung und können bequem per Knopfdruck bedient werden.

Vollautomaten

Während Siebträgermaschinen für professionelle Belange verwendet werden, findet man Vollautomaten überall dort, wo schnell und einfach ein passabler Espresso gefordert ist: in Büros, Tankstellen, Stehcafés oder auch in den eigenen vier Wänden.

Auch Kaffeevollautomaten können guten Espresso herstellen. Für „richtigen Espresso“, wie ihn Siebträgermaschinen brühen können, reicht es aber nicht. Das liegt vor allem an der etwas fragileren Konstruktion der Brühgruppe (meist aus Kunststoff), die nicht genügend Druck aufbauen kann, um das Espressomehl in gleichem Maße wie beim Siebträger zu extrahieren. Für Kaffeekonsumenten, die mehr Wert auf einen frischen Kaffee oder Cappuccino legen, ist ein Kaffeevollautomat aber dennoch eine gute Wahl.

Wer Wert auf eine möglichst einfache Nutzung und Wartung seiner Espressomaschine legt, könnte mit einer Kapselmaschine, wie sie unter anderem Nespresso anbietet, gut bedient sein. Die kleinen Maschinen liegen voll im Trend, sind praktisch und bieten eine ordentliche Qualität – ideal für den schnellen Espresso für zu Hause oder im Büro.

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Welcher Espressoautomat ist der richtige für mich?

Welche Maschine die richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bevor Sie sich für einen Espressoautomaten entscheiden, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:Großes Fragezeichen - Icon

  • Wie viele Tassen Espresso sollen pro Tag gebrüht werden?
  • Wird ausschließlich Espresso getrunken oder sind auch Milchmixgetränke wie Cappuccino oder Latte Macchiato gewünscht?
  • Ist die Maschine für den privaten Raum oder für die Gastronomie bestimmt?
  • Wie viel Platz steht zur Verfügung?
  • Welche optischen Vorstellungen haben Sie?
  • Wie groß ist Ihr Budget?

Espressomaschinen gibt es heute in vielen Varianten und mit unterschiedlichsten Eigenschaften. Die bedeutendsten Unterschiede sind die Art der Wassererhitzung sowie die Brühgruppen. Beide Faktoren spielen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung, welcher Espressoautomat für die eigenen Bedürfnisse am besten geeignet ist.

Systeme zur Wassererhitzung

Abhängig davon, wie das Wasser innerhalb der Espressomaschine erhitzt wird, können Brühwasser und Wasserdampf (zum Aufschäumen) nur abwechselnd oder gleichzeitig bezogen werden.

Einkreismaschinen („Einkreiser“) besitzen einen Kessel, in dem nur abwechselnd Brühwasser und Wasserdampf erzeugt werden kann. Das bedeutet, dass der Kessel für das Aufschäumen von Milch extra hochgeheizt und nach dem Aufschäumen wieder entlüftet werden muss. Anschließend muss kurz gewartet werden, bis die Kesseltemperatur für den nächsten Espresso wieder stabil ist.

  • für reine Espressotrinker und Einpersonenhaushalte
  • vergleichsweise kostengünstig

Bei Zweikreismaschinen („Zweikreiser“) wird das Brühwasser in einem Wärmetauscher erhitzt, der sich innerhalb des Dampfkessels befindet. Die zwei unterschiedlich temperierten Wasserkreise erlauben es, dass Dampf und Espresso gleichzeitig bezogen werden können. Zudem können auch mehrere Tassen in Folge gebrüht werden, ohne dass die Kesseltemperatur dabei zu weit absinkt.

  • für Liebhaber von Milchmixgetränken
  • bei höherem Espresso-Bedarf
  • teurer als „Einkreiser“

Dualboilermaschinen bestehen aus zwei separat steuerbaren Kesseln für Brühwasser und Wasserdampf. Sie bieten besonderen Komfort, da sie durch ihre zwei Kessel ständig Wasser und Dampf in der richtigen Temperatur anbieten können – ohne zu überhitzen. Zudem kann die Wassertemperatur flexibel verstellt werden, wodurch Espresso-Kenner das Maximum aus jeder Kaffeebohnen-Ladung herausholen können.

  • besonderer Bedienkomfort
  • für echte Espresso-Kenner
  • kostspielig

Thermoblock-Maschinen: Die günstige Alternative

Eine günstige Variante beim Kauf eines Espressoautomaten sind Thermoblock-Maschinen. Technisch gesehen sind sie Ein- oder Zweikreiser, die aber das Wasser in einem Metallblock erhitzen statt in einem Kessel. Die Folge: schwankende Temperaturen und ein nur wenig druckvoller Dampf. Dafür haben sie eine besonders kurze Aufheizzeit und sind vergleichsweise günstig.

Brühgruppen

Als Brühgruppe bezeichnet man das Bauteil, in dem der Brühprozess für die Espressozubereitung stattfindet. Bei professionellen Espressomaschinen sind die Brühgruppen massiv und aus Metall. Bei Kaffeevollautomaten sind Brühgruppen aus Kunststoff geläufiger. Dieses Material ist jedoch für die Espresso-Herstellung weniger gut geeignet. Die Anzahl der Brühgruppen entscheidet darüber, wie viele Espresso-Tassen gleichzeitig gebrüht werden können.

Eingruppige Espressomaschinen sind mit nur einer Brühgruppe ausgestattet. Da hier nur ein Siebträger Platz findet, kann auch immer nur ein Espresso gebrüht werden.

  • ideal für den Eigenbedarf

Mehrgruppige Espressomaschinen besitzen zwei oder mehr Brühgruppen. Dadurch können mehrere Siebträger eingesetzt und somit mehrere Espressi gleichzeitig gebrüht werden.

  • ideal für die Gastronomie

  Besonders beliebt sind Brühgruppen des Typs E61. Die 1961 von der Firma „Faema“ entwickelte Brühgruppe war damals ein technologischer Durchbruch und wird bis heute noch in vielen Espressomaschinen verwendet. Durch sie wurde die bis dahin dominierende Handhebelmaschine verdrängt.

Brauche ich eine Kaffeemühle?

Wer sich eine Espressomaschine kauft, fragt sich oft, ob zusätzlich noch eine Kaffeemühle angeschafft werden sollte. In Espressoautomaten ist nicht immer eine Mühle integriert. Grundsätzlich gilt: Wer ein besonders feines Espresso-Aroma erzielen möchte, sollte sich eine separate Mühle besorgen. Vorgemahlenes Espressopulver hat in den wenigsten Fällen den richtigen Mahlgrad. Beim Kauf einer Espressomühle sollten Sie sich in jedem Fall von einem Fachmann beraten lassen, da die Mühle eine möglichst feine Körnung erreichen sollte. Günstige Modelle sind bereits ab 150 Euro zu bekommen.

Was kosten Espressomaschinen?

Gute Espressomaschinen haben ihren Preis. Zwar sind günstige Modelle bereits für 150 Euro zu bekommen, für häufigeren Gebrauch und Espresso höherer Qualität muss allerdings tiefer in die Tasche gegriffen werden. Geräte im Preisrahmen zwischen 300 und 400 Euro bieten gute Espresso-Qualität, sind hochwertig verarbeitet und versprechen eine lange Haltbarkeit. Mit einem besseren Wasserheiz-System und steigender Anzahl an Brühgruppen können Espressoautomaten schnell 1.000 Euro und für den professionellen Gastronomie-Betrieb sogar mehrere tausend Euro kosten.

Kaffeevollautomaten als Alternative

Die Komplexität der professionellen Espresso-Zubereitung ist nichts für jedermann. Wer nicht nur Espresso, sondern gern auch mal einen Cappuccino oder Latte Macchiato trinkt, ist auch mit einem Kaffeevollautomaten gut beraten. Zwar bieten die Geräte häufig nicht die beste Espresso-Qualität, dafür sind sie einfach zu bedienen und sehr praktisch. Um bei der Vielzahl von Geräten und Herstellern nicht den Überblick zu verlieren, sollten Sie sich vor dem Kauf eines Kaffeevollautomaten von einem Fachmann beraten lassen. Bei Aroundoffice können Sie sich ausgiebig informieren. Bei Interesse vermitteln wir Ihnen gerne bis zu drei qualifizierte Kaffeevollautomaten-Anbieter aus Ihrer Region. Der Anbieter Ihrer Wahl wird Sie umfassend beraten und die richtige Kaffeemaschine für Ihre Bedürfnisse finden.

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