Lang bewährt, aber veraltet

Die analoge Telefonanlage

Die analoge Telekommunikationstechnik gilt heutzutage als überholt – moderne, digitale Anlagen überzeugen mit schnelleren und effizienteren Funktionen. Wie sinnvoll ist es heute also noch, sich eine analoge Anlage anzuschaffen? Die Antwort darauf finden Sie hier bei Aroundoffice. Wir beraten Sie zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der Telekommunikationstechnik.  

Wie funktioniert die analoge Technik?

Telefonanschluss
TAE-Dose mit Anschlüssen für Telefon und Nebenstellen
© Christian-P. Worring | fotolia.com

Sie gilt als Klassiker der Telekommunikation: Analoge Telefonie funktioniert in Form von elektrischer Signalübertragung über einen physikalischen Träger – die Telefonleitung. Mit diesem Kabel sind – über eine Telekommunikations-Anschluss-Einheit (TAE)-Dose – das Telefongerät sowie optional anschließbare Nebengeräte wie Faxgerät, Anrufbeantworter, Modem oder weitere Telefongeräte verbunden. Die Übertragung der Signale zwischen den Teilnehmern erfolgt dabei über eine einzelne Amtsleitung.

Eine analoge Telefon- oder Telekommunikationsanlage (kurz: TK) verbindet mehrere Geräte mit der (kostenpflichtigen) Amtsleitung, indem diese im Inneren des Gerätes auf verschiedene Teilnehmer „aufgeteilt“ (gesplittet) wird. So können – je nach Ausstattung der Anlage – bis zu acht analoge Nebenstellen pro Amtsleitung eingerichtet werden.

Mit der technischen Weiterentwicklung (digitale Datenübertragung, Mobilfunk etc.) sind die Anforderungen an die Telekommunikation gestiegen: Eine schnelle und störungsfreie Verbindung ist gefragt, die möglichst alle Telekommunikationsformen (Telefon, Mobilfunk, Internet, Fax, Fernsehen etc.) vereint. Was kann hier eine analoge Telefonanlage noch leisten?

Vor- und Nachteile einer analogen Telefonanlage

Vorteile

  • Kostenlose Gespräche zwischen den angeschlossenen Telefongeräten (bei nur einem Amtsanschluss)
  • Funktioniert auch bei Stromausfall: Der Strom kommt von der Vermittlungsstelle, die über ein Notstromaggregat verfügt
  • Günstige Anschluss-Tarife und Anschaffungskosten

Nachteile

  • Die analoge Leitung lässt nur eine einzige Sprach- oder Datenverbindung zu. Die Anschlüsse für Telefon, Fax oder das Modem können daher nicht zeitgleich benutzt werden.
  • Interne Telefongeräte verfügen über dieselbe Telefonnummer.
  • Analoge Signalübertragung kann die Gesprächsqualität massiver beeinträchtigen als die digitale Technik.

Eine analoge TK-Anlage lohnt sich somit vor allem für Privathaushalte oder Firmen, die nur eine Rufnummer benötigen, mehrere interne Telefongeräte verwenden möchten und andere Funktionen wie Fax oder Internet nur gelegentlich nutzen. Falls Ihre analoge Anlage mehr leisten soll, bieten folgende Lösungen erweiterte Funktionen.

Erweiterungmöglichkeiten - Alternativen der analogen Telefonanlage

Um das Problem der eingeschränkten Sprach- und Datenverbindung zu beheben, stehen folgende Alternativen zur Verfügung:

analoge Telefonanlage mit DSL
analoge Telefonanlage mit DSL
  • DSL-Modem oder WLAN-/DSL-Router: Mithilfe von DSL (Digital Subscriber Line) werden digitale Daten über die analoge Telefonleitung übertragen. Ein Splitter trennt zunächst die eingehenden Signale in Sprach- und Datensignale auf. Die digitalen Signale werden über das Modem an den Computer (und umgekehrt) weitergeleitet. Für die Verbindung mehrerer lokaler Netzwerk-Teilnehmer mit dem Internet wird ein DSL- oder WLAN-Router benutzt.
  • ISDN-Anschluss: Über das Integrated Services Digital Network (ISDN) werden sämtliche Sprach-, Daten-, Text- und Bildsignale digital übertragen. Bis zu 30 Endgeräte können so mit nur einer Telefonleitung parallel (und mit eigener Telefonnummer) genutzt werden. Die analoge Telefonanlage wird dabei über einen „Network Termination for ISDN Basic rate Access“ (NTBA) mit dem ISDN-Netz verbunden. Mehr über die ISDN-Anlage können Sie hier nachlesen.
  • VoIP-Telefonie: Internet- oder Voice over IP (VoIP)-Telefonie gilt als die Zukunft der Telekommunikation: Daten (Sprache, Bilder etc.) laufen über Internet-Protokoll (IP)-Leitungen, sodass Telefonieren, Surfen, Mailen, Faxen und Fernsehen über einen einzigen Anschluss möglich ist. Die Verbindung mit dem herkömmlichen analogen Telefonnetz ist nicht mehr notwendig. Mehr über die VoIP-Telefonie können Sie hier nachlesen.
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  Telekom stellt Anschlüsse um!

In den kommenden Jahren wird das deutsche Telefonnetz komplett auf die neue IP-Technologie umgestellt. Bis 2018 will die Deutsche Telekom sämtliche Analog- und ISDN-Anschlüsse ersetzen. So lautet die Info von Dr. Ingo Hofacker, dem Gesamtverantwortlichen für die IP-Umstellung in Deutschland. (Quelle: https://www.computerwoche.de)

Gebrauchte Telefonanlagen

Die Kosten für eine Telefonanlage liegen zwischen 1.000 und 10.000 Euro je nach Umfang und Ausstattungskriterien. Für mittlere Unternehmen lohnt sich daher im Einzelfall, die Telefonanlage gebraucht zu kaufen. Geräte finden Sie auf Internetportalen wie zum Beispiel Ebay. Aber auch Hersteller bieten gebrauchte Telefonanlagen an. Das Einsparpotential liegt bei 50 %. 

Darauf müssen Sie achten beim Kauf einer gebrauchten Telefonanlage:

  • Funktionalität der Geräte 
  • Kompatibilität der Geräte (Fax, Telefon, Anrufbeantworter etc.)
  • angemessener Preis (informieren Sie sich dazu über den ungefähren Neuwert der Anlage)

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