Alles Wissenswerte auf einen Blick:

Wasserspenderautomaten - so finden Sie das passende Modell

Undine Tackmann
9. Oktober 2020

 

Das Wichtigste in Kürze:
  • Wasserspenderautomaten gibt es als leitungsgebundene Version und ohne Festwasseranschluss.
  • Die Modelle unterscheiden sich zwischen Auftischgeräte, Standspender und Einbauanlagen.

  • Die Anschaffungskosten für leitungsgebundene Wasserspenderautomaten können zwar höher ausfallen als für Geräte mit Gallonen. Langfristig betrachtet sparen Sie jedoch einiges an Kosten für das Trinkwasser ein.

Wasserspender sind vor allem für Büros, Arztpraxen, Läden oder auch für Privathaushalte vorteilhaft. Sie liefern auf Knopfdruck frisches Trinkwasser und sind einfach zu handhaben. Um das passende Modell für Ihren Bedarf auszuwählen, sollten Sie einige Dinge beachten. Informieren Sie sich dazu jetzt, welche Funktionen und Unterschiede es bei Wasserspendern gibt.

Welches System passt für Sie?

Wasserautomaten sind praktische Geräte, mit dessen Hilfe Sie auf Knopfdruck gefiltertes Trinkwasser erhalten. Sie werden auch als Wasserspender, Tafelwasseranlagen oder Watercooler bezeichnet und sind in verschiedenen Größen und Modellen erhältlich.

Um das richtige Gerät für Ihren Bedarf auszuwählen, müssen Sie überlegen, welches System für Sie infrage kommt. Anhand der Funktionsweise lassen sich zwei Systeme bei Wasserspenderautomaten unterscheiden:

  Leitungsgebundene Wasserautomaten

Leitungsgebundene Wasserspenderautomaten, auch als Tafelwasseranlagen bezeichnet, werden direkt an die hauseigene Wasserleitung angeschlossen. Auf Knopfdruck liefern diese Geräte gekühltes oder mit Kohlensäure versetztes Trinkwasser. Ein Wasserflaschenwechsel entfällt bei diesen Modellen.

Integrierte Filtersysteme entfernen Kalk und Metallrückstände aus dem Wasser. Die Filter sowie wasserführende Teile des Spenders müssen regelmäßig ausgetauscht werden. Vorteilhaft ist, dass mit diesem System vergleichsweise günstig aufbereitetes Leitungswasser als Trinkwasser anbieten können.

  Leitungsunabhängige Wasserautomaten

Leitungsunabhängige Wasserspenderautomaten, auch unter den Bezeichnungen Gallonen-Wasserspender oder Bottled Watercooler bekannt, können ohne Trinkwasserleitung betrieben werden. Sie haben einen externen Wassertank. Dabei handelt es sich um sogenannte Gallonen, welche einfach auf das Gerät aufgesteckt und nach der Leerung durch neue ersetzt werden.

Diese Modelle sind im Gegensatz zu Wasserautomaten mit Festwasseranschluss flexibel einsetzbar. Sie benötigen lediglich einen Stromanschluss und können deswegen nahezu überall aufgestellt werden.

  Vor- und Nachteile auf einen Blick

Beide Systeme bieten Ihre Vor- und Nachteile. In erster Linie ist die Wahl jedoch von Ihren individuellen Möglichkeiten abhängig. In unserer Tabelle haben wir für Sie die wichtigsten Punkte zusammengetragen:

Systemart Vorteile Nachteile
leitungsgebunden

  kein Austausch von Flaschen nötig

  optisch unauffälliger

  günstigeres Trinkwasser

  abhängig von Wasserleitung

  vergleichsweise hohe Investitionskosten

leitungsunabhängig

  flexibel einsetzbar

  niedrigere Anschaffungskosten

  weniger Wartungs- und Instandhaltungsaufwand

  Transport, Lagerung und Austausch der Gallonen

  optisch meist weniger ansprechend

Verschiedene Modelle

Zusätzlich zu den unterschiedlichen Systemen bieten sich Ihnen verschiedene Möglichkeiten, einen Wasserspenderautomat in Ihren Räumen zu integrieren. Sie haben die Wahl zwischen Auftischgeräten, Standspender oder Einbauanlagen.

Orientieren Sie sich bei der Wahl der passenden Variante am vorhandenen Platz, der Lage der Wasserleitungen sowie den Stromanschlüssen. Beachten Sie, dass für leitungsunabhängige Wasserautomaten ein Lagerraum für die Gallonen benötigt wird.

 

  Auftischgeräte

Auftischgeräte haben meist die Größe eines Küchengeräts, sodass Sie diese platzsparend auf Arbeitsplatten in der Küche oder auf Tischen unterbringen können. Die Geräte gibt es mit Festwasseranschluss oder Gallonen und liefern je nach Modell kaltes, heißes oder mit Kohlensäure versetztes Wasser.

Grafik Wasserspender Spender Standgeraet

 

  Standspender

Standspender sind Wasserautomaten, die wie ein schmaler Schrank am beliebigen Ort aufgestellt werden. Durch den Standfuß befindet sich der Wasserauslass in einer bequemen Höhe. Sie können überall dort aufgestellt werden, wo eine ausreichende Standfläche und ein Stromanschluss vorhanden sind. Standspender gibt es sowohl leitungsgebunden als auch ungebunden. Bei leitungsgebundenen Modellen muss allerdings eine Wasserleitung in der Nähe sein.

 

  Einbauanlagen

Einbauanlagen können in Unterschränken, Tresen oder Wandschränken integriert werden. Nur der Zapfhahn, der einem herkömmlichen Wasserhahn ähnelt, ist noch sichtbar. Alle anderen Elemente werden unsichtbar verbaut. Einbauanlagen sind in der Regel immer an den Festwasseranschluss angeschlossen und deswegen vor allem für die Installation in Küchen gut geeignet.

  Vor- und Nachteile auf einen Blick

Jeder Wasserautomat hat verschiedene Vor- und Nachteile. Damit Sie sich leichter für das passende Modell entscheiden können, haben wir einige Merkmale in einer Tabelle für Sie zusammengefasst:

Modellart Vorteile Nachteile
Auftischgeräte

  optische Integration in Räume

  nehmen wenig Platz weg

  ggf. kein Auffüllen von Flaschen möglich
Standspender

  nahezu überall aufstellbar

  angenehme Füllhöhe

  interieren sich optisch schlecht in Räume
Einbauanlagen

  optisch nahezu unauffällig

  platzsparendste Lösung

  Festwasseranschluss notwendig
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Welches Wasser wünschen Sie?

Das Beste an einem Wasserspenderautomaten ist, dass dieser Ihnen nicht nur stilles Trinkwasser serviert. Moderne Geräte haben viele verschiedene Funktionen und können gleich mehrere Sachen auf einmal:

  • Stilles Wasser: Jeder erkömmliche Mineralwasser Automat kann Ihnen stilles, gefiltertes Trinkwasser liefern.
  • Sprudelwasser: Entscheiden Sie sich für einen Sprudelwasser Automaten, können Sie auch mit Kohlensäure versetztes Wasser trinken. Dazu sind in den Wasserspender CO2-Filter eingebaut.
  • Gekühltes Wasser: Manche Wasserautomaten haben integrierte Kühlsysteme. Dank dieser Funktion können Sie auch kaltes Wasser trinken.
  • Warmes Wasser: Die meisten Wasserautomaten haben keine Warmwasserfunktion. Meist sind Heißwasserfunktionen bei anderen Geräten installiert, die auf warme Getränke ausgerichtet sind wie beispielsweise bei einem Kaffeevollautomaten.
  • Softdrinks: Manche Wasserspender können Ihnen auch Wasser mit verschiedenen Geschmäckern anbieten. Dazu sind in den Geräten Sirupkartuschen eingebaut.
Büro mit weißen Wasserspender, Holzkommode und Pflanze
Moderne Wasserspender fügen sich auch optisch gut in die Umgebung.

Preise für Wasserautomaten

Die Höhe der Kosten für einen Wasserspender hängen vom gewünschten System und Model ab. Die Anschaffungskosten für leitungsgebundene Wasserautomaten sind meist höher, da Sie direkt ans Hauptwasser angeschlossen werden. Dafür sind die laufenden Kosten bei Wasserautomaten mit Gallonen höher. Sind Ihnen die Kaufkosten zu hoch, können Sie auch einen Wasserautomaten mieten.

Um Ihnen einen ersten Eindruck der Kosten zu vermitteln, haben wir zwei Beispielangebote für Sie näher aufgeschlüsselt:

Gerät Merkmale Kosten*
BRITA Wasserbar yource pro top

- leitungsgebunden

- 1 Filter P 3000 S

- 1 CO2-Zylinder a 425 g

- Kühl- und Sprudelaggregat

- Installationsset + Anleitung zur Installation

rund 974 Euro (ohne Installation)
F-Max von Eden Springs

- leitungsunabhänging

- Kühlfunktion

- inkl. zweier Wasserflaschen a 15L Eden Quellwasser

rund 300 Euro (ohne Installation)
* inkl. MwSt., inkl. Versand, Stand: 01.10.2020

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