Wasserspender: Erfrischend & nachhaltig
Wasserspender sind heute in vielen Räumlichkeiten zu finden. Ob in der Arztpraxis, im Supermarkt oder Fitnessstudio: Kunden und Mitarbeiter freuen sich über die kostenlose Erfrischung. Darüber hinaus ist die Benutzung von Wasserspendern umweltfreundlich und kosteneffizient.
Die Qualität des Wassers aus Wasserspendern ist in den letzten Jahren aufgrund von Verunreinigungen in die Kritik geraten. Aroundoffice informiert Sie über aktuelle Untersuchungen zur Wasserqualität von Wasserspendern und zeigt Ihnen, wie Sie durch richtige Pflege, Wartung und den richtigen Aufstellungsort eine hohe Wasserqualität sicherstellen.
Wasserqualität überprüfen
Die Wasserqualität der Wasserspender muss in Deutschland mindestens der Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTV) oder der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) entsprechen. Im Jahr 2005 legte das Bundesamt für Risikobewertung erstmals eine detaillierte und umfassende Untersuchung der Wasserqualität von Trinkautomaten vor. Freistehende Wasserspender, sogenannte Watercooler, und leitungsgebundene Wasserspender wurden mikrobiologisch bewertet. Dabei konnte das Bundesamt bakterielle Verunreinigungen nachweisen. Das Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene der Universitätsklinik Freiburg ermittelte sogar einen 34.000 mal höheren Gehalt an Keimen als es die Trinkwasser-Verordnung zulässt. Solch hohe Belastungen können bei immungeschwächten Menschen Magendarmerkrankungen und andere Infektionen auslösen. Aroundoffice geht der Frage nach, wie diese Verschmutzungen entstehen und wie man sie verhindern kann.
Wasserspender hygienisch rein halten
Leitungsgebundene Wasserspender sind mit Reinigungssystemen ausgestattet, die Bakterien und Viren aus dem Wasser filtern. Hierzu wird das Wasser durch mehrere Filter geführt: Aktivkohlefilter absorbieren eventuell im Leitungswasser vorhandene Rückstände von Hormonen und Medikamenten. Sie befreien das Wasser von Sedimenten und Schwebstoffen. Der Sterilfilter beseitigt bis zu 99,99 Prozent aller im Wasser vorhandenen Bakterien.
Hygienesystem eines leitungsgebundenen Wasserspenders
Einige Geräte bieten eine große Auswahl an verschiedenen Filtern an. So kann die Filtrierung genau auf das eingespeiste Leitungswasser abgestimmt werden:
- Umkehrosmose-Membranen: entfernen Nitrat, Fluorid und Rückstände verschiedener Metalle (z. B. Blei)
- Filter für flüchtige organische Inhaltsstoffe neutralisieren den Geschmack und den Geruch des Wassers
- Filter für die Zugabe von Magnesium und Calcium
- Filter zur Entfernung von VOCs und MTBE, d. h. Rückständen aus Pestiziden, Lacken, Lösungs- und Reinigungsmitteln. Auch Rückstände von Arzneimitteln und hormonelle Bestandteile im Wasser werden entfernt
- Spezielle Filter für arsenbelastetes Leitungswasser
Das Wasser für nichtleitungsgebundene Wasserspender wird gleichermaßen unter sterilen Bedingungen abgefüllt und ist – wenn es in den Wasserspender eingespeist wird – vollkommen unbedenklich und hygienisch.
Woher kommen die Bakterien?
Eine Verunreinigung des Wassers kann erst im Inneren des Wasserspenders oder am Auslaufhahn entstehen. Hahn und Innenleben sowohl von leitungsgebundenem als auch nicht-leitungsgebundenem Wasserspender müssen regelmäßig gereinigt, desinfiziert und gewartet werden. Sonst finden Bakterien und Keime dort einen Nährboden. Ein falscher Aufstellungsort kann Verunreinigungen begünstigen.
Reinigung & Wartung von Wasserspendern
Bei der Aufstellung und dem Betrieb von Wasserspendern müssen einige Aspekte beachtet werden, damit sich Keime und Bakterien nicht im Gerät festsetzen können. Aroundoffice verschafft Ihnen im Folgenden einen Überblick, wie Sie die Wasserqualität Ihres Wasserspenders auf einem hohen Niveau halten.
Wasserspenderreinigung
Reinigen Sie Ihren Wasserspender wenn möglich täglich, jedoch mindestens einmal wöchentlich. Verwenden Sie zur Außenreinigung des Wasserspenders weiche, kratzfreie Tücher. Scharfe Reiniger sind nicht notwendig. Leeren und spülen Sie die Tropfschale unterhalb der Zapfhähne des Geräts regelmäßig heiß aus. Die Tropfschalen sind in der Regel spülmaschinenfest. Die Zapfhähne und Armaturen sollten am besten täglich desinfiziert werden. Diese Arbeiten können Sie selbst vornehmen.
Reinigungsmethoden & Reiniger
Spezielle Sprays zur Desinfektion des Zapfhahns sind bereits ab ca. 9 Euro für 1 Liter erhältlich (z. B. Bevi Desinfect, 8,95 Euro). Die Reinigung des Innenlebens des Wasserspenders ist auch mit speziellen Reinigungstabs oder Heißdampf möglich. Die verwendeten Reiniger sollten lebensmittelecht, geruchs-, geschmacks- und seifenfrei sein.
Der richtige Aufstellungsort
Bei Inbetriebnahme des Wasserspenders sollten Sie den Aufstellungsort sorgfältig auswählen. Stellen Sie den Wasserspender nicht in der Nähe von sanitären Anlagen, Mülleimern oder Blumentöpfen auf. Achten Sie darauf, dass der Wasserspender keiner direkten Sonneneinstrahlung oder Wärmeeinstrahlung durch Heizkörper ausgesetzt ist. Im besten Fall sollte der Wasserspender auf einer ebenen, trockenen Fläche aufgestellt werden, die gut belüftet ist.
Wasserspender: Service-Vertrag
Neben den täglichen Reinigungsarbeiten ist auch eine regelmäßige professionelle Reinigung und Wartung des Wasserspenders nötig. Diese sollte mindestens zwei bis vier Mal im Jahr erfolgen. Bei der Wartung überprüft ein speziell geschulter Mitarbeiter die Funktionstüchtigkeit des Wasserspenders, kontrolliert alle wasserführenden Bauteile und tauscht diese bei Bedarf aus. Die Reinigungsdaten werden auf einer am Wasserspender aufgeklebten Prüfplakette und einem Datenblatt festgehalten. Viele Firmen bieten Reinigungs- und Wartungsverträge an. Bei gemieteten Geräten ist dieser Service meist inklusive.
Preis: Die Miete eines Wasserspenders mit Gallone für 24 Monate, inklusive zwei Wartungen im Jahr, kostet ca. 15 Euro monatlich.
Wasserspender-Experten finden
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